No More Encore sind zurück. Mit Kampfgeschrei und erhobenen Instrumenten stürzen sich die Perchtoldsdorfer mit ihrem neuen Album „We Are The Warriors“ am 2.10.2009 wieder in die österreichische Musikwelt.
We are the Warriors? No More Encore ist durchaus bewusst, dass sie mit diesem plakativen
Albumtitel ein Statement setzen, das jedoch als Metapher zu sehen ist: „In jedem von uns steckt ein Krieger, denn jeder muss seine persönlichen Kämpfe bestreiten. Sei es in der Arbeit, in einer Beziehung oder einfach bei jenen Herausforderungen, die einem im täglichen Leben begegnen. Jeder von uns wird von diesen Kämpfen geprägt und trägt die ein oder andere Erfahrung oder Narbe aus diesen Schlachten davon.“ Durch das Cover wird verdeutlicht, wovon die Jungs sprechen; ein von Gras überwuchertes Schlachtfeld, das die Albumphilosophie auf den Punkt bringt: „Es gibt Zeiten im Leben, da ist alles zerstört, alles brennt. Aber so aussichtslos diese Phasen in diesen Momenten auch sind, irgendwann wächst Gras darüber – und man selbst wächst mit.“
Und die Band klingt reifer denn je.
„Wir haben uns die Zeit genommen, die wir gebraucht haben. Wir wollten jeden Song
perfektionieren“, erklärt Markus die eineinhalbjährige Studiozeit. „Wir haben uns selbst
Studio-Equipment gekauft und alles selbst gemacht, weil wir sonst nie so lange am Album arbeiten hätten können“. Und das Ergebnis kann sich hören lassen. Man merkt deutlich, was sich in den letzten Monaten in Sachen Songwriting getan hat. Kreativität meets Perfektionismus.
Vom gutgelaunten Highschool-Punkrock des letzten Albums zu diesem reiferen, experimentierfreudigeren Stil war es ein langer Weg. „Wir werden alle älter, hören aktiv verschiedenste Musik und bekommen dadurch andere Einflüsse.“
Die Songs sind nach wie vor grundsätzlich simpel gestrickt, bleiben aber durch die typischen No More Encore-Feinheiten auch nach mehrmaligem Hören noch interessant.
Danke, Delilah! Als den Jungs von No More Encore Anfang 2008 nach München aufbrachen um sich ein Konzert der Band Plain White T’s anzusehen, war ihnen wohl noch nicht bewusst, dass sich eineinhalb Jahre später die Stimme des Sängers der amerikanischen Vorband „The Fold“ auf ihrem Album befinden würde. Musikalische Sympathien und zwei Mails mit Soundfile-Anhang später – schon war Daniel Castadys Stimme im Song „Where are we running“ zu hören.
Doch das ist nicht der einzige Gast, der auf der neuen Scheibe zu hören ist. Auch Stefan Eckhard und Johannes Herbst von From Dawn To Fall sowie Lucas Fendrich von Occupied verewigten sich mit ihren Stimmen auf dem Album.